Die Landwirtschaft ist für unser Zusammenleben zentral. Wir alle müssen essen. Und wir alle wünschen uns gesunde, nachhaltig produzierte und vielfältige Nahrungsmittel. Genau deshalb ist es wichtig und richtig, dass die Schweizer Landwirtschaft auch in Zukunft mit Direktzahlungen unterstützt und gefördert wird. Nur so haben die Bäuerinnen und Bauern in unserem Land eine Zukunft.

Wer Klimaschutz will, muss auf lokale Lebensmittel setzen. Und in einem Land mit hohen Löhnen und Bergen kostet das nun einmal mehr, als zum Beispiel in Brasilien oder Indonesien.

Was aber nicht geht, ist dass die öffentliche Hand landwirtschaftliche Grossbetriebe subventioniert, die es gar nicht nötig haben. Und mit diesen Subventionen auch noch das Bauernsterben beschleunigt.

Grosse Bauernhöfe haben schon heute einen Wettbewerbsvorteil auf dem Schweizer Markt und verdrängen dadurch immer mehr Kleinbetriebe.

Die teilweise sehr hohen Summen an grosse Betriebe, die heute entrichtet werden, schaden der Akzeptanz der Direktzahlungen in der Bevölkerung und sind gleichzeitig für die Mehrheit der Bäuerinnen und Bauern kontraproduktiv. Es ist deshalb sinnvoll, dass der Bundesrat in der zukünftigen Agrarpolitik die Beiträge ab 150’000 CHF abstufen will.

So bleibt mehr Geld für diejenigen übrig, die tatsächlich auf das Geld angewiesen sind. Das alleine reicht aber nicht. Der Bund muss seine Politik in Zukunft noch viel stärker auf die Betriebe ausrichten, die ökologisch produzieren und sich für eine bessere soziale Absicherung aller einsetzen, die ihr Geld in der Landwirtschaft verdienen.

Dieser Beitrag erschien erstmals in der Zeitschrift LANDfreund 03/2020.